Menschenrechte: (k)ein Thema für die Bildung!?

Sonntag, 01.12.13, 16:00 Uhr

Podiumsveranstaltung zum Internationalen Tag der Menschenrechte
Menschenrechte: (k)ein Thema für die Bildung!?

​Die Bahá'í-Gemeinde in Deutschland lädt aus Anlass des Internationalen Tags der Menschenrechte zu einer öffentlichen Veranstaltung ins Zentrum der Bahá'í-Gemeinde Deutschland nach Hofheim-Langenhain ein. Am Sonntag, dem 1. Dezember 2013, soll aus Anlass der 65. Wiederkehr der Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Frage nachgegangen werden: Menschenrechte – (k)ein Thema für die Bildung?!
Bahá’í-Gemeinde Deutschland, Gemeindezentrum - Großer Saal, Eppsteiner Straße 89, 65719 Hofheim-Langenhain
Am 10. Dezember 1948 wurde von der UNO-Vollversammlung die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet. Damit hatten sich die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verpflichtet, grundlegende und universell gültige Menschenrechte anzuerkennen und sie unter anderem durch Erziehung und Unterricht zu fördern.

Doch auch selbst 65 Jahre nach Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung kann angesichts der vielfachen Menschenrechtsverletzungen weltweit nicht davon ausgegangen werden, dass eine rechtlich verbindliche Staatenpflicht für die Achtung und Umsetzung der Menschenrechte ausreicht.

Damit aus der Rechtssetzung eine Rechtswirklichkeit wird, bedarf es einer Kultur der Menschenrechte. Sie stellt den Rahmen, in dem das notwendige Bewusstsein über die Menschenrechte gefördert werden kann. Der Menschenrechtsbildung kommt dabei eine entscheidende Aufgabe zu.

Menschenrechtsbildung ist das Wissen über die Menschenrechte. Genauso wichtig ist die Fähigkeit, für die Menschenrechte einzutreten. Und durch die Menschenrechte kommt jene Kultur des Miteinanders zum Tragen, der sich auch die Bahá’í verbunden fühlen.

Die Lehren Bahá’u’lláhs (1817-1892) würdigen die Menschenrechte als notwendigen Schritt der internationalen Staatengemeinschaft hin zu einer globalen Friedensordnung. Durch das Völkerrecht stehen Staaten in der Pflicht, Menschenrechte zu achten, sie zu schützen und Schritt für Schritt zu gewährleisten – aber nicht nur sie. Für eine Kultur der Menschenrechte sind alle verantwortlich, auch die Kirchen und Religionsgemeinschaften.

Welcher Voraussetzungen bedarf es, um in Bildungs- und Erziehungseinrichtungen eine Kultur der Menschenrechte wirksam werden zu lassen? Welche Beiträge haben Politik und Religion zu leisten?

Es ist uns eine Freude, dazu Dr. Andreas Verhülsdonk aus dem Sekretariat der katholischen Deutschen Bischofskonferenz in Bonn begrüßen zu können. Dr. Verhülsdonk arbeitet im Bereich Glaube und Bildung als Referent für Religionspädagogik.

Im Gespräch mit Peter Amsler, Referent für Menschenrechtsfragen der Bahá'í-Gemeinde in Deutschland und Sprecher der AG Menschenrechtsbildung im Forum Menschenrechte, sollen die Voraussetzungen erörtert werden, derer es bedarf, um in Bildungs- und Erziehungseinrichtungen eine „Kultur der Menschenrechte“ wirksam werden zu lassen.

In einem Eingangsvortrag wird Frau Gundula Scherf M.A., Hofheim (Taunus), hierauf erste Antworten aus einer Bahá’í-Perspektive geben.

Programm

15.00 Uhr interreligiöse Andacht im Bahá´í-Haus der Andacht

anschließend im Gemeindezentrum · Großer Saal

16.00 Uhr Begrüßung
Sunhild Steimle, Bahá’í-Gemeinde Deutschland
Grußwort des Nationalen Geistigen Rates der Bahá’í in Deutschland

Filmbeitrag: "WissenWerte Menschenrechte"

16.20 Uhr Impulsvortrag: »Menschenrechte - Ein Beitrag der Bahá’í«, Gundula Scherf, M.A.

16:40 Uhr Podiumsgespräch: »Menschenrechte - (k)ein Thema für die Bildung?!«
Dr. Andreas Verhülsdonk, Referent für Religionspädagogik Sekretariat der Deutschen
Bischofskonferenz, Bonn
Peter Amsler, Referent für Menschenrechtsfragen
Bahá’í-Gemeinde Deutschland, Berlin

Das Programm zum Laden gibt es hier: http://www.bahai.de/fileadmin/files/documents/pdf/364322-15.pdf
Verweise: